Freiwilliges ökologisches Jahr im Gartenschaupark

Die drei Ansprechpartner zum FöJ mit Gießkanne, Kescher und Heckenschere.
Sie sind die ersten Ansprechpartner für das Freiwillige ökologische Jahr im Gartenschaupark und stehen für Fragen gern zur Verfügung (von links): Geschäftsführer Johannes Wiethoff, Anke Langenbach vom Grünen Klassenzimmer und Chefgärtner Marco Rüschkamp. Foto: Stadt Rietberg

Rietberger Park kann ab August zwei Stellen anbieten

Rietberg. Die Themen Natur und Umwelt spielen im Gartenschaupark Rietberg – naturgemäß – schon immer eine wichtige Rolle. Ab August können sich zwei junge Menschen im Gartenschaupark intensiv mit diesen beiden Themen beschäftigen. Denn der Park bietet zwei Stellen für ein Freiwilliges ökologisches Jahr (FöJ) an. 

Der Gartenschaupark ist vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) als Einsatzstelle anerkannt worden. Mit dem Freiwilligen ökologischen Jahr können sich junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren zwölf Monate lang intensiv für die Umwelt und den Naturschutz engagieren. Dieses Jahr soll den jungen Menschen bei ihrer Berufs- und Lebensorientierung helfen. Gartenschaupark-Geschäftsführer Johannes Wiethoff freut sich, zwei junge Leute auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben zu unterstützen: „Wir können versprechen, dass es für unsere FöJ’ler ein abwechslungsreiches Jahr wird, denn die Aufgaben bei uns im Park sind sehr vielfältig.“  

Das Freiwillige ökologische Jahr ist so konzipiert, dass es anteilig im Gärtnerteam und im Grünen Klassenzimmer, dem außerschulischen Lernort im Gartenschaupark, absolviert werden soll. Im Gärtnerteam geht es um die Pflege der Parkanlagen und der Beete, um die Neubepflanzung und Umgestaltung oder Schneidarbeiten. Im Grünen Klassenzimmer sollen zunächst die Umweltpädagoginnen bei Kursen und Kindergeburtstagen unterstützt werden. Später können die FöJ’ler auch selbst die Regie bei Veranstaltungen übernehmen. Auch handwerklich sind die jungen Menschen gefragt, sollen sie den Mitarbeiterinnen doch zum Beispiel beim Vorbereiten des Bastelmaterials oder beim Bau von Nisthilfen zur Hand gehen. Bewerber, die sich auf einen der beiden Schwerpunkte konzentrieren möchten, sind natürlich trotzdem willkommen, individuelle Absprachen sind möglich.

Jedes Jahr absolvieren nach Angaben des LWL etwa 150 Jugendliche in Westfalen-Lippe ein Freiwilliges ökologisches Jahr in der Landwirtschaft, im Gartenbau, in der Umweltbildung, der Tier- oder Landschaftspflege oder im Natur- und Umweltschutz. Auch junge Menschen, bei denen es in der Schule vielleicht nicht ganz rund lief, bekommen eine Chance. Im Gartenschaupark ist zum Beispiel eine der beiden Stellen für Bewerber vorgesehen, die über einen Sek I-Schulabschluss oder auch gar keinen Schulabschluss verfügen.  Das komplette Bewerbungsverfahren läuft über den Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Auf deren Internetseite https://www.foej.lwl.org/de/ gibt es alle Infos und auch die Möglichkeit, sich direkt zu bewerben.